Ungünstiger konnten die Voraussetzungen nicht sein: Hier
die konservative Schwarzwaldgemeinde, CDU-Hochburg, ein
Bürgermeister und Kurdirektor als Spitzenkandidat,
mehrheitlich unterstützt von den Fraktionen, den
Wirtschaftsverbänden, den Ortsvorstehern, der Presse.

Dort der Gegenkandidat. Eine Frau, jung, ledig, attraktiv mit
6-monatiger Erfahrung als Hauptamtsleiterin. Belächelt.
Allerdings nicht lange. Noch am Vorabend des Wahltages
wurden Wetten auf den Sieg des Spitzenkandidaten
abgeschlossen. Aber die Wunschdenker hatten die Rechnung
ohne die Sensibilität und das Urteilsvermögen der Bürger
gemacht. Das Ergebnis des ersten Wahlganges war ebenso
eindeutig wie überraschend, jedenfalls für die Gegenseite:
55,09% für die Außenseiterin, 23,4% für den Favoriten.